Leistungen

Gefährdungsanalyse nach § 16 Abs. 7 TrinkwV (Legionellen)

Wir führen unsere Leistungen bundesweit zu gleichen Konditionen durch

Die UBA-Empfehlung zur Durchführung einer Gefährdungsanalyse nach Trinkwasserverordnung nennt nicht ohne Grund akkreditierte Inspektionsstellen (ATHIS ist eine dieser für Trinkwasserhygiene akkreditierten Inspektionsstellen) an erster Stelle bei den für die Durchführung einer Gefährdungsanalyse erforderlichen Qualifikationen.

Eine akkreditierte Inspektionsstelle führt die Ortsbesichtigung als Inspektion durch. Auf dieser Basis wird die Gefährdungsanalyse erstellt. Die Qualifikation der Inspektoren sowie die Dokumentation der Inspektion werden regelmäßig extern überprüft. Daher ist sichergestellt, dass u.a. die Anforderungen der UBA-Empfehlung zur Gefährdungsanalyse nach Trinkwasserverordnung genau und vollständig umgesetzt werden.

 

Als DAkkS akkreditierte Inspektionsstelle des Typ A führen wir im Auftrag von Privatkunden oder von Behörden Prüfungen und Bewertungen im Rahmen der Trinkwasserverordnung, hier insbesondere Gefährdungsanalysen nach § 16 Abs. 7 Trinkwasserverordnung, durch.

Bei einer Überschreitung des technischen Maßnahmenwertes der Trinkwasserverordnung, dieser ist entsprechend Anlage 3 Teil ll Trinkwasserverordnung auf 100 KBE/100 ml (Legionellen/Trinkwasser) festgelegt, ist der Betreiber einer Anlage entsprechend § 16 Abs. 7 Trinkwasserverordnung zur Durchführung einer Gefährdungsanalyse verpflichtet. Bei dem technischen Maßnahmenwert (Legionellen) handelt es sich bestimmungsgemäß nicht um einen Grenzwert, somit besteht vom Betreiber also keine direkte Verpflichtung bei dessen Überschreitung sofort die Abgabe des mit Legionellen belasteten Trinkwassers einzustellen, sondern es muss eine hygienisch technische Überprüfung der Anlage, die so genannten Gefährdungsanalyse, veranlasst werden.

Bei der Gefährdungsanalyse nach § 16 Abs. 7 sind vom Durchführenden (Sachverständigen) Feststellungen über den hygienisch technischen Zustand der Trinkwasser-Installation anzustellen, insbesondere solche, welche zur Überschreitung des technischen Maßnahmenwertes mit Legionellen geführt haben können.

Zur Sicherstellung der Qualität unserer Inspektionsleistungen werden wir in regelmäßigen Abständen durch die für uns zuständige Bundesbehörde, die nationale Akkreditierungsstelle der Bundesrepublik – DAkkS, überwacht und bewertet. Das bedeutet, dass die Qualität der von uns erstellten Berichte durch die zuständige Bundesbehörde geprüft u. für geeignet befunden wurde.

Durch den Status als „Typ A“ Stelle bieten wir darüber hinaus absolute Neutralität gegenüber dem gesamten Kreis der Beteiligten (Betreiber, Planer, Labor, Installateur, Nutzer, etc.), da es uns, sowie unseren Mitarbeitern, grundsätzlich untersagt ist, uns an Planung, Bau, Betrieb von Trinkwasser-Installationen (ausgenommen Eigengebrauch), oder dem Vertrieb von Produkten, welche dem Bereich Trinkwasser-Installation zuzurechnen sind, zu beteiligen.

Die so gelieferten Inspektionsergebnisse (Gefährdungsanalysen) sind stets glaubhaft und tragen somit zur rechtlichen Absicherung aller beteiligter Parteien, auch bei gerichtlichen Auseinandersetzungen, bei.

Entsprechend der nach § 16 Abs. 7 Trinkwasserverordnung bei der Durchführung von Gefährdungsanalysen anzuwenden Empfehlung des Umweltbundesamtes vom 14.12.2012, sollen Gefährdungsanalysen nach Trinkwasserverordnung an erster Stelle durch geeignete Mitarbeiter akkreditierter Inspektionsstellen für Trinkwasserhygiene durchgeführt werden.

 

Auf Grund der von uns angewendeten Qualitätssicherungsprogramme erhalten Sie von uns kurze und auf das Wesentliche beschränkte Berichte, welche sich an den nach TrinkwV geforderten allgemein anerkannten Regeln der Technik und nicht ausschließlich an diversen technischen Regelwerken privater Vereine wie bspw. DIN, VDI, DVGW orientieren

Grundsätzlich muss bei einer Gefährdungsanalyse nach den Anforderungen des Umweltbundesamtes differenziert werden, ob die Überschreitung des technischen Maßnahmenwertes auf Grund einer lokalen Kontamination mit Legionellen, oder auf Grund einer systematischen Kontamination mit Legionellen angezeigt wurde.

Die zugehörige Empfehlung des Umweltbundesamtes (UBA) zur Durchführung einer Gefährdungsanalyse nach Trinkwasserverordnung in Verbindung mit der Empfehlung des Umweltbundesamtes zur Durchführung einer systemischen Untersuchung auf Legionellen nach Trinkwasserverordnung geben hier folgende relevante Hinweise:

Systemische Untersuchung

Die systemische Untersuchung gemäß § 14b TrinkwV entspricht einer orientierenden Untersuchung, wie sie im DVGW-Arbeitsblatt W 551 beschrieben wird. Der Begriff „systemisch“ verdeutlicht, dass es nicht um die Feststellung der Legionellenfreiheit an allen lokalen Entnahmestellen geht, sondern um die Überwachung der Trinkwasser-Installation in der Gesamtheit. Das Ziel ist eine mögliche Kontamination mit Legionellen in Teilen der Trinkwasser-Installation festzustellen, die einen Einfluss auf eine größere Anzahl an Entnahmestellen haben kann, insbesondere in den zentralen Teilen der Trinkwasser- Installation wie Trinkwassererwärmungsanlagen, Verteilern, Steigsträngen oder Zirkulationsleitungen

 

Lokale Kontamination

Eine lokale Kontamination bezieht sich auf eine Verkeimung einer einzelnen Entnahmearmatur mit Legionellen (z. B. eines Duschkopfes oder eines Duschschlauchs). Der Einfluss einer lokalen Kontamination auf benachbarte Entnahmearmaturen oder Teile der Trinkwasser-Installation ist begrenzt. Darüber hinaus stehen lokale Kontaminationen im Gegensatz zu systemischen Kontaminationen in der Regel in engem Zusammenhang mit der individuellen Nutzung der beprobten Entnahmestelle.

 

Die entsprechenden Empfehlungen des Umweltbundesamtes zur Durchführung einer Gefährdungsanalyse, sowie die Empfehlung zur Durchführung der systematischen Untersuchung nach Trinkwasserverordnung auf Legionellen finden Sie unter den folgenden Links:

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/421/dokumente/twk_08_1-0-18_endfassung_uba-empfehlung_systemische_untersuchung_legionellen.pdf

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/419/dokumente/empfehlungen_gefaehrdungsanalyse_trinkwv.pdf

 

Durchführung und Ablauf der Gefährdungsanalyse nach UBA Empfehlung beim Nachweis von Legionellen

 

Im Folgenden werden die wesentlichen Elemente einer Gefährdungsanalyse dargestellt. Die Reihenfolge kann dabei im Einzelfall abweichen. Voraussetzung für die Gefährdungsanalyse ist in jedem Fall eine umfassend dokumentierte Ortsbegehung /-besichtigung des gesamten Verteilungssystems unter technischen und hygienischen Aspekten.

1. Dokumentenprüfung (z. B. Unterlagen zur Planung, Ausführung der TrinkwasserInstallation (Installationspläne), Betriebsführung und zum Brandschutz, Aufzeichnungenüber bereits vorliegende Ergebnisse von hygienisch-mikrobiologischen Untersuchungen etc.)

2. Überprüfung der Einhaltung der a.a.R.d.T und der bestimmungsgemäßen Nutzung der Trinkwasser-Installation im Gebäude unter Hinzuziehung von Planungsunterlagen und Aufzeichnungen, die Aufbau und Betrieb der Trinkwasser-Installation dokumentieren. Sofern diese Planungsunterlagen/Aufzeichnungen aktuell nicht vorliegen, ist ein aktuelles Schema der Leitungsführung schnellstmöglich zu erstellen oder erstellen zu lassen. Für die aktuelle Gefährdungsanalyse sind die notwendigen Informationen durch Befragungen und eigene Inaugenscheinnahme zusammen zu tragen.

3. Überprüfung wichtiger Betriebsparameter (insbesondere Temperatur an endständigen Entnahmestellen, in der Zirkulation und in der Warmwasserbereitung, siehe auch VDI 6023, DIN EN 806, DIN 1988 und DVGW W 551 sowie W 553)

4. Veranlassung oder Durchführung von Untersuchungen auf Legionellen in weiteren Anlagenteilen (weitergehende Untersuchungen gemäß DVGW W 551)

5. Gesamtbewertung und Zusammenführung der Ergebnisse und Befunde und Ableitung von Maßnahmen.

 

Unsere Leistungen im Bereich Trinkwasser im Überblick:

 

  • Gefährdungsanalyse Legionellen
  • Hygieneerstinspektion VDI 6023
  • WSP Konzept (Water-Safety-Plan)
  • Ausstellen von Konformitätsbescheinigungen

 

Die Leistungen der Inspektionsstelle tragen somit zur Sicherstellung der hygienischen Anforderungen im Trinkwasser, als der so genannten Trinkwasserhygiene, bei.

Vorteile durch den Einsatz akkreditierter Inspektionsstellen Typ A

  • Kostenersparnis durch den Einsatz sehr erfahrener Inspektoren (zügige u. zielgerichtete Durchführung der Inspektionen)
  • Kostenersparnis durch kurze und klare Berichtsstruktur
  • Übersichtlichkeit durch kurze und klare Berichtsstruktur
  • Reduktion von Sanierungskosten durch Beschränkung auf das Wesentliche (gesetzliche Mindestanforderungen)
  • Rechtliche Absicherung und somit Entlastung des Auftraggebers durch Einsatz einer DAkkS akkreditierten Inspektionsstelle des Typ A

Wir sind bundesweit tätig.

Sachverständigenüberprüfung

Überprüfung der Anlagen nach § 14 der 42. BImSchV

Der Betreiber hat nach der Inbetriebnahme regelmäßig alle fünf Jahre von

1. einem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen oder
2. einer akkreditierten Inspektionsstelle Typ A
eine Überprüfung des ordnungsgemäßen Anlagenbetriebs durchführen zu lassen. Für bestehende Anlagen ist die erste Überprüfung gemäß Satz 1 nach Inkrafttreten dieser Verordnung bis zu den nachstehenden Daten fällig:

 

für Anlagen, die in Betrieb
gegangen sind vor dem
erste Überprüfung
bis zum
19. August 2011 19. August 2019
19. August 2013 19. August 2020
19. August 2015 19. August 2021
19. August 2017 19. August 2022

(2) Der Betreiber hat den Sachverständigen und die Inspektionsstelle zu beauftragen, die Ergebnisse der Überprüfungen zeitgleich dem Betreiber und der zuständigen Behörde jeweils innerhalb von vier Wochen nach Abschluss der Überprüfung mitzuteilen.
(3) Für Anlagen, die als Anlagenteile oder Nebeneinrichtungen von immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftigen Anlagen betrieben werden, kann die zuständige Behörde von den Absätzen 1 und 2 abweichende Anforderungen zur Überprüfung dieser Anlagen in der Genehmigung festlegen.

Wir sind bundesweit tätig.

Download Muster-Checkliste zur Sachverständigenüberprüfung nach § 14 der 42. BlmSchV

Entsprechend den Angaben der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz (LAI) sollen u. a. bei Durchführung der Überprüfungen nach § 14 der 42. BImSchV folgende Grundsätze beachtet werden:

 

Inwieweit verpflichtet § 52 BImSchG (Überwachung) die zuständigen Behörden zur

regelmäßigen Überwachung der Anlagen nach 42. BImSchV?

Gemäß der 42. BImSchV erfolgt die Überwachung der Anlagen durch den Betreiber und externe Sachverständige. Nach § 14 ist vorgeschrieben, dass alle fünf Jahre öffentlich bestellte Sachverständige oder akkreditierte Inspektionsstellen (Typ A) die Überprüfung des ordnungsgemäßen Anlagenbetriebs durchführen. Unabhängig davon haben die zuständigen Behörden nach Maßgabe des § 52 BImSchG die Durchführung der 42. BImSchV, insbesondere auch die durch die Betreiber zu veranlassenden Überprüfungen zu überwachen. Die zuständige Behörde kann in diesem Rahmen Beauftragte zur Überwachung einsetzen und nach ihrem Ermessen Überwachungen durchführen.

 

Wie soll die regelmäßige Prüfung alle 5 Jahre nach § 14 durchgeführt werden?

Es wird eine Vor-Ort-Prüfung der Anlage (u. a. allgemeiner Zustand, Verschmutzung, Übereinstimmung der konstruktiven Merkmale mit dem Stand der Technik, verwendete Biozide), eine Auseinandersetzung mit der Dokumentation des Betreibers (Betriebstagebuch) sowie eine Prüfung der Einhaltung der Pflichten aus den §§ 3-13 durchgeführt. Hinweise zu Prüfumfang und Dokumentation der regelmäßigen Anlagenüberprüfung sind der Empfehlung zu Prüfberichten nach § 14 zu entnehmen.

 

Wie lauten die Fristen für die erste Überprüfung von Anlagen, die ab dem 19. August 2017 in Betrieb gegangen sind?

Gemäß § 14 Abs. 1 hat der Betreiber nach der Inbetriebnahme regelmäßig alle fünf Jahre eine Überprüfung des ordnungsgemäßen Anlagenbetriebs durchführen zu lassen. Die Tabelle in § 14 legt die erste Überprüfung für Bestandsanlagen nach § 2 Nr. 2 fest, die vor dem 19. August 2017 in Betrieb gegangen sind. Anlagen, die am 19. August 2017 oder später in Betrieb genommen wurden, sind – unabhängig von ihrem Errichtungsdatum – 5 Jahre nach dem Inbetriebnahmedatum nach § 14 Abs. 1 überprüfen zu lassen.

 

Kann die Vollzugsbehörde Betreiber zur Mängelbeseitigung an der Anlage infolge von Anlagenüberprüfungen nach § 14 verpflichten?

Ja. Gemäß § 14 Abs. 2 wird der Prüfbericht der zuständigen Behörde übermittelt. Somit erlangt sie Kenntnis über eventuelle Mängel an Anlagen. Im Rahmen ihrer Befugnisse nach §§ 17 und 24 BImSchG hat die Behörde im Rahmen ihres pflichtgemäßen Ermessens sicherzustellen, dass die Anlage die Anforderungen der 42. BImSchV erfüllt.

 

Wie bestimmt sich das Datum der auf eine Sachverständigenprüfung nach § 14 folgenden nächsten Sachverständigenprüfung?

Die Überprüfung hat „regelmäßig alle fünf Jahre“ zu erfolgen (§ 14 Abs. 1 S. 1). Die folgende Sachverständigenprüfung hat somit fünf Jahre nach der zuletzt erfolgten Prüfung zu erfolgen. Sollte die letzte Sachverständigenprüfung verspätet erfolgt sein, so sind als Termin für die Folgeprüfung die fünf Jahre ab dem Datum des ursprünglich vorgesehenen Prüfdatums einzuhalten. Aufgrund der Stichtagsregelung ist zum 19. August jeden Jahres mit einem erhöhten Prüfungsaufkommen sowohl bei den öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen als auch bei den akkreditierten Inspektionsstellen zu rechnen. Das Überschreiten der Frist stellt einen Ordnungswidrigkeitentatbestand gemäß § 19 Nr. 14 dar. Daher ist es ratsam, den Überprüfungstermin rechtzeitig zu terminieren bzw. ggf. vorzuziehen, wodurch sich das Prüfintervall nur einmalig verkürzt, Terminprobleme aber künftig vermeidbarer sein werden.

 

Link zum vollständigen Dokument der LAI:

 

https://www.lai-immissionsschutz.de/documents/auslegungsfragen-42-bimschv-aktualisierung_1668509419.pdf

AGB

Unsere AGB steht zum Download für Sie bereit

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